Kunst und Kreativität

In Damanhur entdeckt jeder seine künstlerische Ader

Geschichte

Tiefgehende Botschaften künstlerisch darstellen

Schon in frühen Jahren führte der Wunsch Damanhurs die eigenen Werte und Bedeutungen in einer künstlerischen Art und Weise auszudrücken zu den ersten handgemachten Gegenständen, Theateraufführungen, Liedern und Wandmalerei. In den 80er Jahren gab es in der Organisation der Gemeinschaftsregierung ein Kulturministerium. Dieses Ministerium arbeitete daran, eine starke kulturelle Identität und einen damanhurianischen Stil zu entwickeln, der in jedem Aspekt des Lebens zum Ausdruck kommen konnte. Die Tempel der Menschheit waren eine Brutstätte der Kunst und Kreativität und nach den ersten Experimenten gründeten die Damanhurianer Ateliers für Mosaik, Farbglas, Skulptur und Malerei. Neben der Tätigkeit, den Tempel zu gestalten, hatten die Künstler auch Aufträge im Dienste eines größeren Kundenkreises der Öffentlichkeit. Ausgehend von den Arbeiten der ersten Periode (spaßeshalber „barbarische Kunst“ genannt) bis hin zu den verfeinerten neuen Arbeiten, empfinden die Damanhurianer den künstlerischen Ausdruck als kontinuierliche Wiedergeburt, bei der die individuellen Talente in Verbindung mit denen der anderen wertgeschätzt werden. Mitte der 80er Jahre wurde in Damjl der Offene Tempel mit seinen Säulengängen aus rotem Lehm erbaut und die „Krieg der Künste“ wurde viele Male ausgefochten. Diese „Schlacht“ baut eher auf, als dass sie zerstört, und jeder gewinnt dabei. Es fanden Wettkämpfe zwischen unterschiedlichen Teams statt, um zu sehen, wer die schönsten Kunstwerke schaffen konnte, um den gemeinschaftlichen Park zu bereichern. Jeder Damanhurianer bringt sich in mindestens eine Kunstform ein. Jahr um Jahr wird ein immer spezifischerer Stil entwickelt, indem gemeinsame Regeln gefunden werden, die sich in den unterschiedlichen Formen expressiver und gegenständlicher Kunst ausdrücken. Heutzutage ist der künstlerische Ausdruck, von den Malereien in den Tempelhallen bis hin zu den kurzen Theatersketchen, die jedes Treffen am Donnerstagabend abschließen, ein allgegenwärtiges Element des täglichen Lebens eines jeden Damanhurianers, in dem jeder sowohl Künstler als auch Publikum ist.